Warum für eine warme Wohnung bezahlen, wenn man den ganzen Tag im Büro oder unterwegs ist? Die manuelle Zeitsteuerung von Heizkörpern hat einen Haken: Wenn du mal später nach Hause kommst oder spontan länger wegbleibst, heizt das System stur weiter. Die Lösung heißt Geofencing.
Was ist Geofencing überhaupt?
Geofencing zieht einen unsichtbaren, digitalen Zaun um dein Zuhause. Als Sensor dient das Smartphone in deiner Hosentasche. Die App deines smarten Heizsystems (z. B. tado°, Netatmo oder Homematic) erkennt über GPS, ob du dich von deiner Wohnung entfernst oder dich ihr näherst.
So funktioniert der automatische Ablauf:
- Du verlässt das Haus: Sobald das letzte Familienmitglied den digitalen Zaun verlässt, schaltet die Heizung automatisch in den „Eco-Modus“ und senkt die Temperatur (z. B. auf 17 Grad) ab.
- Du kommst zurück: Wenn du dich auf dem Heimweg machst und die unsichtbare Grenze überschreitest, schaltet das System die Heizung wieder hoch. Du betrittst eine perfekt vorgeheizte Wohnung.
Die Einrichtung in 3 einfachen Schritten:
- Standortfreigabe erlauben: Aktiviere in den Einstellungen der Heizungs-App die Standortdienste deines Smartphones (auf „Immer erlauben“ stellen, damit es auch im Hintergrund klappt).
- Radius festlegen: Bestimme, wie groß der Radius um dein Haus sein soll. Wohnst du in der Stadt, reichen oft 500 Meter. Auf dem Land oder bei langen Arbeitswegen sind 2–3 Kilometer ideal, damit die Heizung genug Zeit zum Aufheizen hat.
- Abwesenheits-Temperatur definieren: Stelle ein, wie weit die Temperatur maximal fallen darf. Wichtig: Senke die Temperatur nicht unter 15–16 Grad ab, da das Wiederaufheizen sonst mehr Energie verbraucht, als du sparst.
Mit Geofencing gehört das manuelle Drehen am Thermostat der Vergangenheit an – und die Heizkostenabrechnung verliert endlich ihren Schrecken.
